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Tipps - WSL - Ein- und Ausgaben in einer Protokolldatei speichern und wiedergeben (ab 1703)
Detailbeschreibung
Betriebssystem: Windows 10, Windows 11

In bestimmten Fällen ist es erforderlich, die Ein- und Ausgaben der Befehlszeile (Terminalsitzung) in einer Datei zu protokollieren. Für diese Aufgabe steht in allen Linux-Distributionen ein Programm bereit. Bei der Speicherung der sogenannten "Timing-Informationen" in einer zusätzlichen Datei kann die Ein- und Ausgabe zu einem späteren Zeitpunkt wiedergegeben werden. Es sind folgende Besonderheiten zu berücksichtigen:

  • In der Protokolldatei werden auch Steuerzeichen (z. B. für farbige Ausgaben) gespeichert. Die Lesbarkeit des Inhalts ist dadurch erschwert.
  • Bei der Protokollierung aller Eingaben werden u. a. auch Kennwörter mit gespeichert. Dies kann unter Umständen sicherheitskritisch sein.

So geht's (Ein- und Ausgaben protokollieren):

  • Starten Sie die entsprechende Linux-Distribution (z. B. "Debian" oder "Ubuntu").
  • Protokollierung ohne Wiedergabe:
    • Als Befehl geben Sie "script [Datei]" ein. Z. B.: "script sessions.log"
  • Protokollierung und Wiedergabe:
    • Als Befehl geben Sie "script -T [Datei1] [Datei2]" ein. Z. B.: "script -T timing.log sessions.log"
  • Drücken Sie die Eingabetaste.
  • Die Aufzeichnung wird gestartet (Meldung "Script started, output log file is...").
  • Zum Beenden der Aufzeichnung drücken Sie die Tastenkombination "Strg" + "D" oder geben den Befehl "exit" ein.

script -T timing.log sessions.log

Tabelle der Befehlsparameter von "script" (Auszug):

Parameter Kurzbeschreibung
-a Die Ausgabe wird an die vorhanden Datei angehängt.
-B [Datei] Protokolliert Ein- und Ausgabe in die gleiche Datei.
-c [Befehl] Es wird der angegeben Befehl und nicht die Standard-Shell gestartet.
-e Gibt den Rückgabewert des Programm / Prozesses zurück.
-f Die Ausgabe wird nach jedem Schreibvorgang aktualisiert.
-I [Datei] Protokolliert die Eingabe in die angegebene Datei.
Falls nur der Parameter "-I" angegeben ist, wird die Protokollierung der Ausgabe deaktiviert.
-m [Format] Legt die Verwendung des erweiterten ("advanced") oder klassischen ("classic") Timing-Protokollformats fest.
Die Voreinstellung ist das klassische Format.
-o [Größe] Begrenzt die Größe der Aufzeichnungs- und Zeitmessungsdateien auf den angegebenen Wert und stoppt das Programm, nachdem diese Größe überschritten wurde.
-O [Datei] Protokolliert die Ausgabe in die angegebene Datei
Standardmäßig wird die Ausgabe in eine Datei "typescript" protokolliert.
-q Die Meldungen zu Beginn und Ende werden nicht in die Standardausgabe geschrieben.
-T [Datei] Protokolliert die Timing-Informationen in die angegebene Datei.

So geht's (Ein- und Ausgaben wiedergeben):

  • Starten Sie die entsprechende Linux-Distribution (z. B. "Debian" oder "Ubuntu").
  • Als Befehl geben Sie "scriptreplay -T [Datei1] [Datei2]" ein. Z. B.: "scriptreplay -T timing.log sessions.log"
  • Die Aufzeichnung / Protokollierung wird ausgegeben (die Befehle werden nicht ausgeführt).

scriptreplay -T timing.log sessions.log

Tabelle der Befehlsparameter von "scriptreplay" (Auszug):

Parameter Kurzbeschreibung
-B [Datei] Gibt die Datei an, welche die Terminalaus- und -eingaben von "script" enthält.
-c [Modus] Legt fest, wie ein CR-Zeichen Wagenrücklauf) aus den Protokolldateien zu verarbeiten ist.
"auto" = durch Zeilenumbruch ersetzen; "never" = niemals; "always" = immer
-d [Faktor] Gibt die Wiedergabegeschwindigkeit an (Faktor 2 = doppelte Geschwindigkeit).
-I [Datei] Gibt die Datei an, welche die Terminal-Eingaben von "script" enthält.
-m [Anzahl] Gibt die maximale Verzögerung zwischen den Aktualisierungen des Skripts in Sekunden an.
-O [Datei] Gibt die Datei an, welche die Terminal-Ausgabe von "script" enthält.
-T [Datei] Gibt die Datei an, welche die Timing-Informationen von "script" enthält.

Beispiele:

  • Es werden nur die Eingaben in der Datei "input.log" protokolliert:
    "script -I input.log"
  • Die erweiterte Protokollierung in der Datei "session.log" speichern und den Rückgabewert des Programms mit ausgeben:
    "script -m advanced -e session.log"
  • Die Protokollierung der Datei "session.log" mit doppelter Geschwindigkeit ausgeben. Die Timinig-Informationen wurden in der Datei "timing.log" gespeichert:
    "scriptreplay -d 2 -T timing.log session.log"

Hinweis:

  • Weitere Optionen zur Ausgabe können mit dem Befehl "script --help" bzw. "scriptreplay --help" ausgegeben werden.

Versionshinweis:

  • Die Linux-Distributionen benötigen mindestens Windows 10 Version 1703.

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